BMWI: Deutsch-französische Zusammenarbeit für eine sichere und vertrauenswürdige Dateninfrastruktur

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BMWI: Deutsch-französische Zusammenarbeit für eine sichere und vertrauenswürdige Dateninfrastruktur

Bundesminister Peter Altmaier stellte anlässlich des Digital-Gipfels ein Projekt für eine europäische sichere Dateninfrastruktur vor.

Dieses Projekt wird gemeinsam mit Frankreich und mit Unterstützung des französischen Ministers für Wirtschaft und Finanzen, Bruno Le Maire, entwickelt werden. Es verfolgt das Ziel, eine sichere und vertrauenswürdige Dateninfrastruktur für Europa aufzubauen.

Frankreich und Deutschland werden das Projekt, das als Grundlage für eine künftige breitere europäische Zusammenarbeit dienen soll, gemeinsam vorantreiben. Ziel ist es, die Ergebnisse der Zusammenarbeit bis Frühjahr 2020 vorzustellen.

Bundesminister Peter Altmaier:
„Ich freue mich sehr, dass Frankreich und Deutschland basierend auf europäischen Werten und auf den Stärken unseres breitgefächerten wirtschaftlichen Rahmens Hand in Hand die Grundlagen für eine europäische Dateninfrastruktur schaffen werden. Diese Infrastruktur wird dazu beitragen, dass wir unsere digitale Souveränität wiederherstellen. Sie kann die Grundlage für ein digitales Ökosystem darstellen, in dem Daten zur Verfügung gestellt, zusammengeführt und ausgetauscht werden können. Wir werden nun die Einzelheiten dieses Projektes besprechen, das Potenzial für Synergien ausloten und dann rasch an Regierungen und Unternehmen anderer europäischer Länder herantreten, damit auch sie Teil dieser Initiative werden.“

Minister Bruno Le Maire:
„Ich bin fest davon überzeugt, dass Frankreich, Deutschland und andere europäische Länder eng zusammenarbeiten müssen, damit wir die technologische Revolution des 21. Jahrhunderts bewerkstelligen können. Wir wollen eine sichere und unabhängige europäische Dateninfrastruktur aufbauen, mit universellen Datenbanken, Datenpooling und Daten-Interoperabilität. Im Rahmen der Zusammenarbeit können europäische Unternehmen von einem größeren Datenpool profitieren, um ihre Algorithmen zu entwickeln und ihre Position auf einem von starkem Wettbewerb geprägten globalen Markt zu verbessern. Dies ist für die digitale und technologische Souveränität Europas wichtig.“

Auf der Grundlage der Roadmap zur Künstlichen Intelligenz (PDF, 385 KB) vom 16. Oktober 2019 werden Frankreich und Deutschland als Nächstes die folgenden Schritte unternehmen:

  1. Deutsch-französischer Unternehmer-Workshop
    Frankreich und Deutschland werden bis Ende November 2019 einen Workshop abhalten, bei dem interessierte Unternehmen beider Länder über das Projekt informiert werden und Gelegenheit zu Input und Feedback haben.
  2. Gemeinsame Arbeitsgruppe zur Organisation und Steuerung
    Expertinnen und Experten beider Regierungen werden noch in diesem Jahr zusammenkommen, um eine organisatorische Struktur und Steuerungsmechanismen für die Entwicklung des Projektes festzulegen. Dies schließt die Festlegung möglicher Bereiche ein, für die die europäische Dateninfrastruktur genutzt werden könnte.
  3. Gemeinsame Technologie-Arbeitsgruppe
    Expertinnen und Experten beider Regierungen werden noch in diesem Jahr zusammenkommen, um eine Struktur zur Erörterung und Weiterentwicklung des technologischen Rahmens für eine sichere europäische Dateninfrastruktur festzulegen.
  4. Gemeinsame Kommunikation und Zusammenarbeit
    Frankreich und Deutschland werden mit weiteren Mitgliedstaaten, die zu einer Teilnahme an dem Projekt bereit sind, sowie mit der Europäischen Kommission, deren Unterstützung und Rat für die Ausweitung des Projektes auf europäischer Ebene entscheidend sein werden, zusammenarbeiten.
  5. Vorstellung für weitere EU-Mitgliedstaaten
    Frankreich und Deutschland werden gemeinsam eine Veranstaltung in Brüssel ausrichten, um den Regierungen weiterer EU-Mitgliedstaaten Anfang 2020 ihr technisches und organisatorisches Konzept für die Entwicklung einer europäischen gemeinsamen Dateninfrastruktur vorzustellen.

 

Picture by Joshua Fuller on Unsplash